Im Sommer zeigt das Balkonkraftwerk mittags regelmäßig mehrere hundert Watt.
Im Dezember erscheinen plötzlich nur noch 50, 100 oder 200 Watt – und an trüben Tagen manchmal fast nichts.
Da stellt sich schnell die Frage:
Ist mit meinem Balkonkraftwerk etwas nicht in Ordnung?
Meistens nicht.
Photovoltaik funktioniert auch im Winter. Der große Unterschied ist nicht, dass die Module bei Kälte keinen Strom erzeugen.
Das eigentliche Problem sind:
- kurze Tage,
- niedriger Sonnenstand,
- häufige Bewölkung,
- stärkere Verschattung,
- und insgesamt deutlich weniger Sonneneinstrahlung.
Deshalb liegt zwischen einem sonnigen Sommertag und einem grauen Dezembertag ein enormer Unterschied.
Die Kurzantwort
Ein Balkonkraftwerk produziert auch im Winter Strom.
Du solltest aber nicht erwarten, dass Dezember, Januar und Februar ähnliche Erträge liefern wie Frühling und Sommer.
Als grobe Orientierung weist co2online in einer beispielhaften Jahresverteilung für Photovoltaik auf:
- Dezember: etwa 1,9 %
- Januar: etwa 2,9 %
- Februar: etwa 4,5 %
des Jahresertrags aus.
Zusammen wären das nur rund 9,3 % des gesamten Jahresertrags. Diese Werte sind keine Garantie für deine Anlage, zeigen aber die Größenordnung des saisonalen Unterschieds.
Wie stark dein eigenes Balkonkraftwerk davon abweicht, hängt unter anderem von:
- Standort,
- Ausrichtung,
- Neigungswinkel,
- Verschattung,
- Modulleistung,
- Wetter
ab.
Warum produziert ein Balkonkraftwerk im Winter weniger?
Die Tage sind kürzer
Im Sommer kann eine PV-Anlage viele Stunden Energie erzeugen.
Im Winter beginnt die relevante Stromproduktion später und endet früher.
Allein dadurch sinkt die tägliche Energiemenge deutlich.
Die Sonne steht niedriger
Der Sonnenstand verändert sich im Laufe des Jahres stark.
Eine Modulfläche, die im Sommer günstig angestrahlt wird, kann im Winter einen deutlich ungünstigeren Einstrahlungswinkel besitzen.
Bewölkung spielt eine größere Rolle
PV-Module benötigen nicht zwingend direkten Sonnenschein.
Auch diffuses Licht erzeugt Strom.
Bei einer geschlossenen dunklen Wolkendecke steht allerdings wesentlich weniger Strahlungsenergie zur Verfügung.
Dann sind auch bei großen Modulen sehr geringe Leistungswerte völlig normal.
Verschattung wird stärker
Im Winter steht die Sonne niedrig.
Dadurch werden Schatten länger.
Ein Baum, Balkongeländer oder Nachbargebäude, das im Sommer kaum stört, kann im Dezember mehrere Stunden Schatten auf ein Modul werfen.
Wenn du solche Probleme vermutest, lies unseren Ratgeber Balkonkraftwerk im Schatten: Verluste vermeiden.
Kälte ist nicht das eigentliche Problem
Das klingt zunächst überraschend:
PV-Module mögen grundsätzlich eher niedrige als sehr hohe Zelltemperaturen.
Hohe Modultemperaturen reduzieren die elektrische Leistung.
Ein kaltes Modul kann deshalb unter gleicher Einstrahlung effizienter arbeiten als ein sehr heißes Modul.
Im Winter hilft dieser Effekt aber nur begrenzt.
Denn die deutlich geringere Sonneneinstrahlung dominiert.
Ein kaltes Modul kann nur die Energie umwandeln, die überhaupt auf ihm ankommt.
Deshalb gilt:
Klarer kalter Wintertag = durchaus gute Momentanleistung möglich.
Dunkler bewölkter Wintertag = trotz niedriger Temperatur wenig Ertrag.
Leistung und Tagesertrag unterscheiden
Auch hier solltest du Watt und Kilowattstunden nicht verwechseln.
Deine App kann an einem sonnigen Dezembermittag beispielsweise kurzfristig:
600 Watt
anzeigen.
Das bedeutet nicht, dass der Tag einen hohen Energieertrag liefern wird.
Wenn diese Leistung nur kurze Zeit erreicht wird, bleibt der Tagesertrag trotzdem niedrig.
Umgekehrt kann ein Sommertag viele Stunden lang mehrere hundert Watt erzeugen.
Deshalb solltest du Wintertage nicht anhand des höchsten angezeigten Wattwertes beurteilen.
Interessanter ist:
Wie viele kWh wurden am Ende des Tages erzeugt?
Wie viel Winterertrag ist realistisch?
Eine universelle Zahl wie:
„Ein 800-Watt-Balkonkraftwerk liefert im Dezember 1,6 kWh pro Tag“
wäre unseriös.
Der Unterschied zwischen zwei Dezembertagen kann riesig sein.
An einem sonnigen Tag kann eine gut ausgerichtete Anlage ordentlich produzieren.
Bei Dauerregen und dunkler Bewölkung kann der Tagesertrag dagegen sehr klein bleiben.
Deshalb sind Monats- und Jahreswerte für die Planung sinnvoller als einzelne Tage.
PVGIS der Europäischen Kommission berechnet für einen konkreten Standort unter anderem durchschnittliche monatliche Energieerträge anhand mehrjähriger Strahlungs-, Temperatur- und Wetterdaten.
Wenn du eine realistische Prognose für deine Anlage möchtest, ist eine standortbezogene Simulation deshalb wesentlich aussagekräftiger als ein pauschaler Internetwert.
Ein einfaches Beispiel
Angenommen, dein Balkonkraftwerk erzeugt über das gesamte Jahr:
800 kWh
Wenn man rein beispielhaft die oben genannte Verteilung von rund 9,3 Prozent für Dezember bis Februar ansetzt, wären das:
800 kWh × 9,3 % = rund 74 kWh
für diese drei Wintermonate zusammen.
Das bedeutet ausdrücklich nicht:
Jedes 800-kWh-System produziert im Winter exakt 74 kWh.
Die Rechnung zeigt lediglich, wie stark die Jahresproduktion saisonal konzentriert sein kann.
Ausrichtung und Standort können diese Verteilung verändern.
Warum ein senkrechtes Balkonkraftwerk im Winter interessant sein kann
Bei Balkonkraftwerken gibt es eine Besonderheit:
Viele Module hängen senkrecht an einer Balkonbrüstung.
Für den maximalen Jahresertrag ist eine solche 90-Grad-Montage normalerweise nicht optimal.
Im Winter kann der steile Winkel aber durchaus Vorteile besitzen.
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass eine senkrechte, verschattungsfreie Montage zwischen Südwest und Südost Sommer-Erzeugungsspitzen reduziert und dafür die nutzbaren Erträge im Winterhalbjahr erhöhen kann.
Das bedeutet:
Ein senkrechter Südbalkon kann im Jahresvergleich weniger produzieren als ein optimal geneigtes Modul.
Die Erzeugung kann dafür stärker in Zeiten verschoben werden, in denen die Sonne niedrig steht.
Das kann für den Eigenverbrauch interessant sein.
Ist Süd im Winter besonders wichtig?
Südausrichtung profitiert stärker von der Mittagssonne.
Im Winter ist das relevant, weil die nutzbare Tageszeit kurz ist.
Ost- und Westanlagen können trotzdem funktionieren.
Sie erzeugen ihre Leistung stärker morgens beziehungsweise nachmittags.
Welche Ausrichtung insgesamt sinnvoll ist, hängt deshalb nicht nur vom maximalen Jahresertrag ab, sondern auch davon, wann du Strom verbrauchst.
Die Verbraucherzentrale nennt eine unverschattete Südausrichtung mit etwa 30 Grad Neigung als günstige Variante für hohen Jahresertrag, betont aber zugleich, dass Ost- und Westausrichtungen ebenfalls sinnvoll sein können.
Mehr dazu findest du unter Balkonkraftwerk ausrichten: Richtung und Winkel.
Verschattung ist im Winter besonders tückisch
Stell dir einen Baum vor, der zehn Meter von deinem Modul entfernt steht.
Im Sommer steht die Sonne hoch genug, dass sein Schatten möglicherweise unterhalb des Balkons endet.
Im Dezember steht die Sonne wesentlich tiefer.
Der Schatten kann plötzlich direkt über dein Modul wandern.
Ähnliches gilt für:
- Nachbarhäuser,
- Balkone darüber,
- Geländer,
- Schornsteine,
- Dachkanten.
Deshalb sollte eine Verschattungsanalyse nicht nur im Juni stattfinden.
Wenn möglich, beobachte den Standort auch im Herbst und Winter.
Schnee auf dem Modul
Liegt eine geschlossene Schneeschicht auf einem Modul, erreicht entsprechend wenig Licht die Solarzellen.
Die Produktion kann dadurch stark sinken.
Bei steil oder senkrecht montierten Balkonkraftwerken bleibt Schnee allerdings häufig weniger lange liegen als auf flach montierten Modulen.
Wichtig:
Nicht für ein paar zusätzliche Watt riskant auf Dächer, Leitern oder außen an Balkonbrüstungen klettern.
Die zusätzliche Winterenergie steht in keinem sinnvollen Verhältnis zu einem Unfallrisiko.
Sollte ich mein Balkonkraftwerk im Winter anders ausrichten?
Nur wenn deine Halterung ausdrücklich dafür vorgesehen ist und sich die Änderung sicher durchführen lässt.
Ein steilerer Winkel kann im Winter grundsätzlich besser zum niedrigen Sonnenstand passen.
Aber:
Wenn du zweimal jährlich aufwendig Module umbauen musst, sollte der zusätzliche Nutzen realistisch betrachtet werden.
Für ein Balkonkraftwerk ist eine robuste ganzjährige Lösung häufig sinnvoller als eine perfekte theoretische Monatsoptimierung.
Warum mehr Modulleistung gerade im Winter interessant ist
Nehmen wir zwei Systeme:
Anlage A
800 Wp Modulleistung
Anlage B
1.600 Wp Modulleistung
Beide arbeiten beispielsweise mit einer maximalen Wechselrichterleistung innerhalb der für das jeweilige System geltenden Grenze.
Bei voller Sommersonne kann der Wechselrichter beider Anlagen zeitweise begrenzen.
Bei schwacher Wintereinstrahlung sieht die Sache anders aus.
Wenn jedes Modul nur einen kleinen Anteil seiner Nennleistung erreicht, kann die größere Modulfläche dafür sorgen, dass überhaupt mehr nutzbare Leistung zusammenkommt.
Deshalb kann zusätzliche Modulleistung nicht nur dazu dienen, im Sommer höhere Spitzen zu erzeugen.
Sie kann besonders bei schlechteren Lichtbedingungen helfen.
Welche Leistungsgrenzen für Steckersolargeräte gelten, erklären wir unter Balkonkraftwerk mit 2.000 Watt: Was 800 VA, 960 Wp und 2.000 Wp wirklich bedeuten.
Ist ein Balkonkraftwerk deshalb im Winter nutzlos?
Nein.
Selbst kleine Erträge können direkt deine Grundlast reduzieren.
Angenommen, dein Haushalt benötigt dauerhaft:
180 Watt
Das Balkonkraftwerk liefert an einem mäßigen Wintermittag:
120 Watt
Dann kommen in diesem Moment nur noch ungefähr:
60 Watt
aus dem Netz.
Der Effekt ist kleiner als im Sommer.
Aber die erzeugte Energie wird direkt genutzt.
Gerade im Winter kann deshalb ein hoher direkter Eigenverbrauch entstehen – nicht weil besonders viel Solarstrom vorhanden ist, sondern weil die geringe PV-Leistung oft vollständig im Haushalt verschwindet.
Warum der Eigenverbrauchsanteil im Winter täuschen kann
Angenommen:
PV-Erzeugung:
1 kWh
Eigenverbrauch:
1 kWh
Dann beträgt dein Eigenverbrauchsanteil:
100 Prozent
Das klingt hervorragend.
Wenn deine Anlage im Sommer dagegen:
5 kWh
produziert und davon:
3 kWh
selbst genutzt werden, beträgt der Eigenverbrauchsanteil nur:
60 Prozent.
Trotzdem hast du im Sommer dreimal so viel eigenen Solarstrom genutzt.
Deshalb solltest du nicht nur Prozentwerte betrachten.
Die wichtigere Größe lautet:
Wie viele kWh Netzstrom habe ich tatsächlich ersetzt?
Was bringt ein Speicher im Winter?
Hier müssen Balkonkraftwerk und Speicher getrennt betrachtet werden.
Ein Speicher kann nur Energie verschieben, die vorher vorhanden war.
Wenn deine PV-Erzeugung bereits tagsüber vollständig im Haushalt genutzt wird, bleibt nichts zum Speichern übrig.
Ein größerer Akku löst dieses Problem nicht.
Genau deshalb haben wir das separat unter Balkonkraftwerk-Speicher im Winter: Was bringt er wirklich? behandelt.
Die Verbraucherzentrale weist bei PV-Speichern generell darauf hin, dass insbesondere von November bis Februar nur wenig Solarenergie zur Verfügung steht und ein größerer Speicher daran nichts ändern kann.
Lohnt sich ein Balkonkraftwerk trotz schwachem Winter?
Die Wirtschaftlichkeit eines Balkonkraftwerks wird nicht anhand des Dezembers beurteilt.
Relevant ist der Ertrag über viele Jahre.
Ein Modul, das im Dezember wenig produziert, kann von März bis September einen großen Teil seines Jahresertrags erzeugen.
Die Verbraucherzentrale nennt für ein optimal ausgerichtetes und unverschattetes 400-Wp-Standardmodul als Größenordnung rund 400 kWh Jahresproduktion. Bei einem senkrechten 400-Wp-Südbalkon nennt sie etwa 280 kWh pro Jahr.
Auch diese Werte sind nur Orientierungen.
Aber sie zeigen:
Ein Balkonkraftwerk wird als Jahressystem bewertet.
Nicht als Dezember-Kraftwerk.
Solltest du das Balkonkraftwerk im Winter ausschalten?
Normalerweise gibt es allein wegen des niedrigen Ertrags keinen Grund dazu.
Auch kleine PV-Leistungen können Netzstrom ersetzen.
Ein Abschalten wäre eher dann relevant, wenn:
- Herstellerbedingungen dies verlangen,
- Wartungsarbeiten erfolgen,
- ein technisches Problem besteht,
- oder die Anlage aus Sicherheitsgründen außer Betrieb genommen werden muss.
Nur weil an einem grauen Tag kaum Ertrag entsteht, muss die Anlage nicht ausgeschaltet werden.
Was solltest du im ersten Winter messen?
Der erste Winter ist sogar sehr interessant.
Notiere beziehungsweise beobachte:
Tagesertrag
Wie viele kWh entstehen?
maximale Leistung
Welche Peaks erreicht die Anlage?
Uhrzeit der Produktion
Wann beginnt und endet die relevante Erzeugung?
Verschattung
Tauchen im Winter neue Schatten auf?
Eigenverbrauch
Wie viel der kleinen Winterproduktion wird direkt genutzt?
Netzbezug
Wie verändert sich dein Verbrauch aus dem Netz?
Nach einem vollständigen Jahr besitzt du deutlich bessere Daten als jede allgemeine Internettabelle.
Wann solltest du einen Fehler vermuten?
Ein niedriger Winterertrag allein ist noch kein Fehler.
Aufmerksam solltest du eher werden, wenn:
- ein Modul dauerhaft deutlich schlechter als ein vergleichbares zweites Modul arbeitet,
- die Produktion auch an klaren sonnigen Tagen ungewöhnlich niedrig bleibt,
- der Wechselrichter Fehlermeldungen zeigt,
- ein Eingang gar keine Leistung mehr liefert,
- sich das Verhalten plötzlich stark verändert.
Dann lohnt sich eine technische Prüfung.
Vergleiche aber möglichst:
ähnliche Wetterbedingungen und ähnliche Sonnenstände.
Ein Dezemberwert lässt sich nicht sinnvoll direkt mit einem Juniwert vergleichen.
Der Alltag-PV-Wintercheck
1. Nicht den Sommer als Maßstab nehmen
Winterertrag ist zwangsläufig deutlich kleiner.
2. Tagesenergie statt Spitzenleistung betrachten
kWh sind für die Ertragsbewertung wichtiger als der höchste Wattwert.
3. Winterverschattung beobachten
Niedriger Sonnenstand erzeugt lange Schatten.
4. Ausrichtung berücksichtigen
Senkrechte Südmontage kann im Winter relativ gut funktionieren.
5. Überschuss realistisch betrachten
Wenig Winterproduktion bedeutet häufig wenig Energie für einen Speicher.
6. Erst nach einem ganzen Jahr bewerten
Dann kennst du deine tatsächliche saisonale Verteilung.
Häufige Fragen
Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk im Winter?
Das lässt sich nicht pauschal angeben. Standort, Ausrichtung, Modulleistung, Verschattung und Wetter bestimmen den Ertrag. Als grobe Referenz entfallen in einer beispielhaften deutschen Jahresverteilung nur rund 9,3 Prozent des Jahresertrags auf Dezember bis Februar.
Produziert ein Balkonkraftwerk auch bei Wolken?
Ja. Photovoltaik nutzt auch diffuse Strahlung. Die Leistung kann bei dichter Bewölkung jedoch deutlich geringer sein als bei direkter Sonne.
Produzieren Solarmodule bei Kälte schlechter?
Niedrige Zelltemperaturen sind nicht grundsätzlich nachteilig. Das Hauptproblem im Winter ist die geringe Sonneneinstrahlung und kurze Tageslänge.
Ist eine senkrechte Montage im Winter besser?
Eine steile beziehungsweise senkrechte Südmontage kann vom niedrigen Wintersonnenstand profitieren. Die Verbraucherzentrale weist ausdrücklich darauf hin, dass eine senkrechte Balkonanordnung den Winterhalbjahresertrag relativ erhöhen kann.
Lohnt sich ein Speicher im Winter?
Nur wenn genügend Solarüberschuss zum Laden vorhanden ist. Gerade im Winter wird die geringe Erzeugungsmenge häufig direkt im Haushalt benötigt.
Bringen mehr Module im Winter etwas?
Mehr Modulfläche kann bei schwacher Einstrahlung die verfügbare PV-Leistung erhöhen. Dabei müssen weiterhin die technischen und rechtlichen Leistungsgrenzen des Gesamtsystems eingehalten werden.
Sollte ich Schnee vom Modul entfernen?
Nur wenn dies gefahrlos und nach Herstellerangaben möglich ist. Für einen kleinen zusätzlichen Ertrag solltest du niemals ein Absturz- oder Beschädigungsrisiko eingehen.
Fazit: Der Winter ist kein Defekt – sondern Teil der Jahreskurve
Ein Balkonkraftwerk produziert im Dezember und Januar wesentlich weniger Energie als im Frühling und Sommer.
Das ist normal.
Die entscheidenden Ursachen sind:
weniger Sonneneinstrahlung, kurze Tage, niedriger Sonnenstand und stärkere Verschattung.
Gerade deshalb solltest du ein Balkonkraftwerk nicht anhand einiger grauer Wintertage bewerten.
Interessant ist der Ertrag:
über das gesamte Jahr.
Und der Winter kann dir sogar wichtige Informationen liefern:
- Wie hoch ist deine tatsächliche Grundlast?
- Wo entstehen saisonale Schatten?
- Wie viel PV-Leistung nutzt du direkt?
- Bleibt überhaupt Energie für einen Speicher übrig?
Damit gilt auch hier:
Nicht den schlechtesten Dezembertag betrachten – messen, verstehen und die Anlage über ein ganzes Jahr beurteilen.